Mit Theater gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit


Das Projekt
In Kooperation mit dem Verein „Freie Szene Darmstadt e.V." führt das Theater die stromer im ersten Halbjahr 2008 ein Projekt mit 5. und 6. Klassen an verschiedenen Schulen in Darmstadt durch. Das Projekt, das mit Mitteln des Bundesministeriums gefördert wird, umfasst 6 Theatervorstellungen, 18 Workshops, eine begleitende Fortbildung/Beratung für Lehrer und entsprechendes Begleitmaterial.
Ziel ist es, die Schüler, durch Theater sehen und selber Handeln zu sensibilisieren für Situationen, in denen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit entsteht und Möglichkeiten der Deeskalation aufzuzeigen.


die stromer theater
birgit nonn & thomas best


 
 




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(Fotos: die stromer)

Zur aktiven Auseinandersetzung der Schüler mit dem Thema sind verschiedene, aufeinander aufbauende Bausteine geplant:


1. Besuch der Theatervorstellung „Lula und der Wolkenspringer“
Ein Theaterstück gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit
„Lula und der Wolkenspringer“ ist die spannende Geschichte zweier Königskinder aus verschiedenen Kulturen, die sich zufällig auf einer einsamen Insel begegnen, eine Geschichte vom Rechthaben und Nachgeben, vom Aufeinandertreffen zweier Welten, über das Aufbauen und Kaputtmachen, über Streit und Frieden.
Lula und der Wolkenspringer bringt den Kindern auf unterhaltsame Weise ein Thema näher, das jeder vom Schulhof kennt und das sich bis in die internationale Politik zieht.
Nähere Informationen zum Theaterstück unter: www.theater-diestromer


2. Nachbereitung der Theatervorstellung mit den Schauspielern
Allgemeine Auseinandersetzung mit der Thematik

3. Workshops mit einzelnen Klassen zum Thema "Gewalt und Fremdenfeindlichkeit"
Der Workshop im Anschluss an das Theaterstück hat die konkrete Situation der Klasse zum Thema. Im Vorgespräch mit dem Lehrer / der Lehrerin wird die grundsätzliche Problematik geklärt.
Dementsprechend nehmen die Workshopleiter die individuelle Problematik auf (z.B. Mobbing, offene und/oder versteckte Gewalttätigkeiten, hier im Speziellen gegenüber SchülerInnen mit Migrationshintergrund, Integrationsschwierigkeiten in der Klasse), um die Schüler für die Situationen zu sensibilisieren.
Gearbeitet wird mit Elementen aus den Trainingsprogrammen „kids power play“ und "cool sein -cool bleiben", welche Handlungskompetenzen in Gewaltsituationen als Beitrag zur Gewaltprävention für die Grundschule und Sekundarstufe in den Schulen vermitteln.

4. Workshops mit den Lehrern zum Thema Gewalt und Fremdenfeindlichkeit
Begleitender Workshop/Beratung für Lehrer. Vermittlung von Hilfestellungen, um die Thematik in der Klasse nachhaltig aufzugreifen.

5. Erstellung einer Materialsammlung
Dokumentation des Projektes als Handreichung für Lehrkräfte.


Aus der Aufführung am 30. Januar 2008 in der Erich-Kästner-Schule.







Aus der Aufführung am 26. Februar 2008 in der Mornewegschule











(Fotos: Udo Engbring-Romang, LAP)






Die Projekte des Lokalen Aktionsplans Darmstadt werden im  Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ gefördert.