Partnerschaft für Demokratie Darmstadt


Organisierter Rechtsextremismus und feste Strukturen eines Islamismus sind in Darmstadt nicht vorhanden. Anders sieht es mit versteckten Rassismen und Vorbehalten in allen Teilen der Bevölkerung aus.

Die Stadt ist durch die Universität, durch die Hochschulen und auch von der Forschung ebenso geprägt wie durch verschiedene staatliche Behörden mit Sitz eines Regierungspräsidiums.

In Darmstadt gibt es zum Beispiel eine längere Tradition des Gedenkens an die Zeit des Nationalsozialismus als ein Element der Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen wie auch die kommunale Marke „WoDA“ = „Weltoffenes Darmstadt“, an deren Struktur die Projekte der Bundesprojekte „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ und „Vielfalt tut gut“ anknüpften und ergänzten.

„Partnerschaft für Demokratie“ verstetigt und ergänzt die früher begonnenen Projekte und Kooperationen in den Bereichen Förderung von Partizipation durch Förderung von Demokratie. Bis 2019 soll ein sich selbst ergänzendes Netzwerk mit institutionellen Strukturen unter Einbeziehung vielfältigen Organisationen, wie Vertretung der Sinti und Roma, MigrantenSelbstorganisationen, Bürger- und Menschenrechtsorganisationen und vielen mehr erreicht werden

Hauptschwerpunkte neben der allgemeinen Zurückweisung aller rassistischen Vorstellungen die Bekämpfung des Antiziganismus, die Präventionsarbeit gegenüber radikalreligiösem Extremismus und der Aufbau von demokratischen Jugendorganisationen innerhalb der Migrantenselbstorganisationen. Dadurch wird von Beginn die demokratische Zivilgesellschaft gestärkt.
Das Gesamtprojekt arbeitet innerhalb der oben genannten drei Schwerpunkte (Themenfelder: Antiziganismus, religiöser Extremismus, Förderung von Organisationen von jugendlichen Migranten).

Geplant sind zunächst Aufklärungsveranstaltungen zum Salafismus, dann über den gesamten Zeitraum Veranstaltungen, die mit und von Vertreterinnen und Vertretern der Sinti und Roma durchgeführt werden, die gleichzeitig in den Netzwerken, „WoDA“ und „Darmstädter Erinnerungsjahr“ vertreten sind. Die hervorragende Einbeziehung der Sinti und Roma war lange Zeit, ist möglicherweise bis heute, ein wichtiges Kennzeichen der Partnerschaft für Demokratie.
Die Interessengemeinschaft der Darmstädter MSOs ist fester Bestandteil der Partnerschaft wie die Institutionen und Organisationen, die im Begleitausschuss vertreten sind: christliche Kirchen, Jüdische Gemeinde, Migrantenorganisationen, Hochschulen, Schulen, Jugendring, Studierendenvertretung, Schüler/innenVertretung, Gewerkschafts(jugend) usw.
Studierendenvertretung und Jugendring sind neben dem Jugendamt auch in der Steuerungsgruppe des Begleitausschusses vertreten.

Die Zivilgesellschaft soll zunächst vor allem durch öffentliche Veranstaltungen wie Fachtagungen, Workshops, Ausstellungen, Mitmachveranstaltungen usw. angesprochen werden, je nach Zielgruppe.

Die Koordinierungsstelle wurde dem Träger übertragen, der von 2007 bis 2014 die Projekte in den vorhergegangen Bundesprogrammen beraten und zum Teil selbst durchgeführt hat.