Mission Toleranz
DIATRIAN und gewaltfreie Interaktion für männliche Jugendliche ab 13 Jahre


Von April bis Dezember 2008  wurden an der Stadtteilschule Arheilgen im Rahmen des Projektes folgende Ziele ungesetzt:

  • Jugendliche für die Themen Toleranz, Vielfalt, Respekt aber auch Formen der Gewalt zu sensibilisieren;
  • Fähigkeiten und Kompetenzen der Jugendlichen ausbauen und ihnen so zu einem stärkeren Selbstwertgefühl verhelfen;
  • Konstruktive Konfliktfähigkeiten aufzeigen und fördern;
  • Durch gezielte Diagnoseverfahren sollen individuelle Handlungsfähigkeiten entwickelt werden, die eine Alternative zur Gewalt darstellen;
  • Das unmittelbare Umfeld (Eltern und LehrerInnen) einbeziehen, um die Jugendlichen von allen Seiten zu unterstützen;
  • Migrantenjugendlichen im Rahmen der pädagogischen Präventions- und Bildungsarbeit einbinden;
  • Interessenbezogenes interkulturelles Lernen initiieren.


Die ursprüngliche Zielgruppe (ca. 20 bis 25 männliche Jugendliche aus „bildungsfremden“ Milieus mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit im Alter ab 13/14 Jahren) wurde angesprochen, da diese Jugendlichen öffentlich am stärksten auffallen und in der Regel durch Gewaltpräventionsangebote bisher nur schwer zu erreichen sind.

Die Zielgruppe wurde durch die Methode - Kompetenzfeststellungsverfahren DIATRAIN (Diagnose und Training) eingebunden. In Rahmen der Diagnose-Einheit wurden die sozialen und personellen Kompetenzen der Jugendlichen untersucht. Aus diesen Beobachtungen entstand für jeden einzelnen Jugendlichen ein Förderbericht der verschiedenste Entwicklungsaufgaben (Ausbauen der vorhandenen Potentiale und Kompetenzen) beinhaltete, Förderbedarfe benannte und alternative Beschäftigungsmöglichkeiten aufzeigte. Die Diagnose-Phase wurde im Juni 2008 mit den Klassen 7 und 8 durchgeführt.
Im Anschluss wurden in Anlehnung an die Entwicklungsaufgaben gemeinsam mit den Jugendlichen konkrete Angebote konzipiert. Den unmittelbaren Trainingseinhalten fingen im August 2008. In kulturell heterogen besetzten Gruppen wurden zu jugendspezifischen Themen verschiedene gemeinsame Aktivitäten angeboten. Die übergeordnete Thematik aller Aktivitäten richtete sich ausschließlich nach Fragen der Toleranz, Demokratie, Vielfalt und gewaltfreien Interaktionen. Die Jugendlichen sollten dabei neue Erfahrungen in einem geschützten Rahmen sammeln.  Dabei stellte sich heraus, dass viele Jugendliche teilweise unter Druck von Außen (Eltern, Lehrer) sich ernsthafte Gedanken um ihre spätere berufliche Bildung bzw. Perspektive machen und an den praktischen Erfahrungen und konkreten Hilfestellungen interessiert waren. Geschlechtsspezifische Arbeit mit Jungen zur Vorbereitung auf die Berufswelt, deren Inhalte praktische Übungen mit Holz und Metall in der Werkstatt, Berufs- und Lebensplanung, PC-Qualifizierung und Training von Sozialkompetenzen sind, dienten dem Ziel, Berufschancen der Jugendlichen zu verbessern.

Je nach Interessenlage der Jugendlichen sind folgende Arbeitsgemeinschaften angeboten worden: Holz- und Metallwerkstattaktivitäten, Schraubenwerkstatt, PC-Training, HipHop, Kochen unter Männer und gemeinsame Freizeitgestaltung wie Kinobesuche. Für diejenige Jugendliche, die noch nicht soweit waren wöchentlich an den Angeboten teil zu nehmen, wurden einmalige Aktionen wie Basketball- oder Fußball Tourniere organisiert.



Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V.
Bad Nauheimer Str. 2
06151-295014
06151-2798465



Das Projekt „Mission – Toleranz“ ist Teil des „Lokalen Aktionsplans Darmstadt“ und wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie".