"Zug der Erinnerung" in Darmstadt

Der Zug erreichte  9. November 2007 von Frankfurt kommend Darmstadt . Bis zum 14. November blieb er hier, um dann nach Mannheim weiterzufahren.



Die Ausstellung

Der Zug der Erinnerung besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen, Fotos und Schicksale der Kinder beispielhaft gezeigt werden. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Deportationsgeschehen in Deutschland: die Zustellung der Deportationsbescheide, das Verlassen der Wohnungen, der Weg zu den Sammellagern und von dort am helllichten Tag durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen.

Spurensuche

In einem der Wagenteile hält der Zug der Erinnerung eine Rechercheneinheit bereit: Computer und Handbibliothek laden zur Spurensuche ein. Hier besteht auch die Möglichkeit, über die Ausstellung zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.

Wir bitten Sie, Darmstadt und der Region nach Lebenszeugnissen der Kinder und Jugendlichen zu suchen und sie so dem Vergessen zu entreißen.

* Welche Kinder und Jugendlichen wurden aus Ihrer Stadt deportiert?

* Welche Dokumente finden sich in den örtlichen und regionalen Archiven?

* Gibt es noch Menschen, die sich an ihre Nachbarn, Klassenkameraden erinnern?


Besonders sollen Schulen und Schulklassen zur Spurensuche angeregt werden. Bei der Umsetzung unseres didaktischen Konzepts arbeiten wir mit der Abteilung Geschichtswettbewerb der Körber Stiftung zusammen. Hier finden Schüler wertvolle Tipps für die Spurensuche.


Besuchen Sie die Ausstellung. Beteiligen Sie sich an der Spurensuche.


Ein Video der Ankunft des Zuges: www.4k4.net/video/ZdE/ZudE_2.wmv

Kontakt
Spurensuche: dreesen@zugde.eu


Unterstützer:
Lokaler Aktionsplan Darmstadt, GEW, DGB Region Südhessen, DGB-Jugendbüro Südhessen,
Evenarí - Forum für Deutsch -Jüdische Studien an der Technischen Universität Darmstadt u. a
.




Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“


Materialien und weitere Informationen

http://www.denkzeichen-gueterbahnhof.de/
www.zug-der-erinnerung.eu/material.html

Eine Ankündigung im DARMSTÄDTER ECHO

http://www.echo-online.de/suedhessen/static/529357.htm

Ankündigung beim HESSISCHEN RUNDFUNK
http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_33372126


Den Flyer für den Zug finden Sie hier. http://www.zug-der-erinnerung.eu/Bilder/flyer.pdf



Veranstaltungen im Vorfeld
Studientag zum Zug der Erinnerung am 29. September 2007

Programm:

10.00 Uhr Begrüßung:
Renate Dreesen und Peter Schmidt

10.30 Uhr Rüdiger Minow stellt das Projekt  „Zug der Erinnerung“ vor

11.15 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Hannes Heer: Erinnern – Gedenken – Vergessen
Anschließend Diskussion

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Prof. Dr. Peter Krahulec zur Pädagogik der Erinnerung

14.45 Uhr Renate Dreesen: Spurensuche und Facing History and Ourselves

15.15 Uhr Dagi Knellessen, Berlin zum Konfrontationen-Projekt des Fritz Bauer Instituts

16.15 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr Künstlerische Formen der Erinnerung: Denkzeichen – Film – Literatur

Im Gespräch: Theaterlabor Darmstadt, Bernhard Meyer, Christian Gropper, Rüdiger Minow, Moderation: Anja Trieschmann

18.00 Uhr Abendessen
 
Akkreditierung beim Institut für Qualitätssicherung


Konzert
Sascha Reinhardt Ensemble

29. September 2007

Heiner-Lehr-Bürgerzentrum
Kopernikusplatz 1, 64289 Darmstadt
Beginn 19.00 Uhr
Eintritt 15,-€



Kontakt:
Renate Dreesen, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, Tel/Fax: 06157-84470, rdreesen@gmx.net
Peter Schmidt, Lauteschlägerstr. 19, 64289 Darmstadt, Tel 06151/74543, baluschmidt@bluehash.de



Archiv

"Zug der Erinnerung" startet im Frankfurter Hauptbahnhof  am 8. November 2007


Am 8. November (Donnerstag) um 11.00 Uhr wird die Ausstellung über die NS-Deportationen mit der Reichsbahn auf Gleis 1a der Öffentlichkeit übergeben.


aus einem Rundschreiben des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

"... Nach dem Empfang des Zuges und Presseführungen steht der Zug ab 15.00 Uhr auf dem zentralen Frankfurter Mainkai in der Nähe des Eisernen Steges für Gruppen und Einzelbesucher bereit.

Der Beginn des deutschlandweiten Gedenkens an die von den Nazis deportierten Kinder und Jugendlichen findet am Vorabend des 9. November statt. In der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 organisierte die Nazi-Partei ein antisemitisches Pogrom, dem mindestens 91 Menschen zum Opfer fielen. Etwa 30.000 Personen wurden in Konzentrationslager verschleppt, Geschäfte jüdischer Eigentümer verwüstet. In Frankfurt und in anderen deutschen Großstädten setzte ein Exodus der Verfolgten ein: Wer Deutschland verlassen konnte und sein Leben in Gefahr sah, floh. Von den 30.000 Frankfurter Juden hatten bis 1941 zwei Drittel die Stadt verlassen oder waren untergetaucht.

Im Oktober und November 1941 begannen in Frankfurt Massendeportationen in die Vernichtung. Wenigstens 773 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt kehrten nicht zurück. Auch an diese Opfer erinnert die Ausstellung im "Zug der Erinnerung", die am Freitag 9.11. zwischen 8:00 und 13:00 Uhr insbesondere Schulklassen zur Verfügung steht.

Die Ausstellung in mehreren Waggons beschränkt sich nicht auf die deutschen Ereignisse, sondern erzählt von der europäischen Dimension eines Großverbrechens, das auch Kindern und Jugendlichen in den vormals okkupierten Ländern galt. Unter ihnen befinden sich Sinit und Roma, Kinder von Nazi-Gegnern und Jugendliche aus den osteuropäischen Staaten, die ermordet oder verschleppt wurden. Ihnen sind Biografien aus Polen, der früheren UdSSR, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Griechenland gewidmet.

Nach dem Start in Frankfurt wird der "Zug der Erinnerung" Darmstadt anfahren (9.-13.11.), Mannheim (14.-17.11.), Karlsruhe (18.-20.11.) , Ettlingen (21.11.), Vaihingen (22.11.), Stuttgart (22.-24.11.), Tübingen (25.-27.11.) Weitere Stationen: Saarbrücken, Fulda, Göttingen, Hannover, Braunschweig, Gotha, Erfurt, Weimar, Leipzig, Dresden u.a."